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NEWSLETTER

April 2021

 

Bei der Jahreshauptversammlung im April 1990 haben wir die Umwälzungen in Osteuropa bewundert, den Fall der Berliner Mauer und die revolutionäre Entwicklung in der Sowjetunion. Ein Name kam damals in keinem Gespräch vor: Saddam Hussein. Kaum sechs Monate später waren die Ereignisse in Europa, die als die bedeutsamsten seit einem halben Jahrhundert bezeichnet werden, aus dem Rampenlicht verdrängt, denn die Invasion von Kuweit, der Golfkrieg und der rasche Sieg der Alliierten waren in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses getreten. Nun, wir können nicht wissen, welche Ereignisse unsere Welt im April nächsten Jahres verändert haben werden, aber wir wissen eins: dass wir die Entwicklungen schneller antizipieren müssen und schneller darauf reagieren müssen. – Doch wie machen wir das, schneller zu werden? Was hindert ein Unternehmen daran, das Tempo zu erreichen, das es braucht? Um ein Hochleistungsflugzeug zu entwickeln, arbeiten die Ingenieure unablässig daran, Teile, die herausragen und Luftwiderstand produzieren würden, zu beseitigen oder zu glätten. Das Ergebnis ist ein klares Design, womit man rasch vorankommt und reibungslos durch die Luft gleitet. In einem Unternehmen kommen die Luftwiderstände von den Abgrenzungen – von den Barrieren, die zwischen den Funktionen wachsen wie beispielsweise zwischen Finanzen und Marketing und Herstellung, die von der wirklichen Mission abhalten, dem Kundendienst.

Jack Welsh (*1935), amer. Topmanager, 1988-2001 Präs. General Electric, „der härteste Manager der Welt“ (Financiel Times)

 

 

Wie gut, dass es diese Barrieren zwischen den Funktionen bei uns nicht gibt. Elternbeirat, Vorstand, Mitarbeiterinnen – alle haben dasselbe Ziel: einen guten Kundendienst zu leisten. Denn in dem Fall sind Sie alle unsere Kunden und natürlich erst recht Ihre Kinder. In der neuen Pädagogik redet man ja nicht mehr von Kindern und Eltern, sondern von AdressatInnen und Handlungsfeldern. Das ist uns aber zu unpersönlich und so bleiben wir bei Kindern, Eltern, Kolleginnen…

 

Durch den plötzlich organisierten Sammeltermin der Impfung gegen das Coronavirus für ErzieherInnen und LehrerInnen kam es zu Personalausfällen. Das war so natürlich von uns weder gewollt, noch geplant. Natürlich sind wir froh, dass wir jetzt geimpft sind, aber der ursprüngliche Plan war schon eine gestaffelte Impfung, damit nicht das eintritt, was wir am 15. März dann erlebt haben. Das tut mir sehr leid, aber dagegen war nichts zu machen. Und wieder einmal geht mein herzlicher Dank an Sie liebe Eltern, die wie immer sehr verständnisvoll, umsichtig und spontan reagiert haben und Ihre Kinder zu Hause betreut haben. Ich hoffe, dass es beim zweiten Impftermin besser sein wird, aber bis dahin haben wir noch Zeit. Wie lange wird es uns wohl noch so ergehen, dass wir immer noch flexibel und spontan handeln müssen? Ich hoffe, nicht mehr allzu lange. Man ist es ja auch irgendwann mal leid, nicht wahr?

 

Trotz alledem geht es bei uns voran. Der Parcours nimmt langsam Formen an. Ein bisschen erschrocken war ich schon, als die riesige Matschspur des Baggers sich durch das Gelände zog, aber sie ist gottseidank wieder zu. Die Seile sind gespannt und nun muss noch der Rasen wieder wachsen, dann kann es weitergehen und einer offiziellen Eröffnung unseres Ute-Strunk-Parcours und der Vereinnahmung durch unsere Kinder steht nichts mehr im Wege. Die Kinder und auch wir warten schon sehnsüchtig. Aber wir müssen noch ein bisschen Geduld haben.

 

Im Garten soll sich natürlich noch mehr tun. Gerne würden wir die Hochbeete wieder bepflanzen, es soll sogar eine eigene Gartengruppe mit Kindern und Erzieherinnen geben. Aber die Beete brauchen noch ein bisschen Vorbereitung. So werden sie derzeit mit Hochbeeterde neu bestückt und dann kann es an das Bepflanzen gehen.

 

Die Krabbelkäfergruppe bekommt neue Betten für die Kinder. Einfacher zu handhaben mit 12 Kindern, stapelbar und somit wegräumbar (gibt es so ein Wort?). Der Nebenraum ist dann auch vielfältiger zu nutzen. Deshalb verkaufen wir die Kinderbetten, die wir bisher genutzt haben. 30€ pro Bett hätten wir gerne dafür in unser Jemenprojekt eingezahlt. Wenn Sie also jemanden kennen, der einen kennt, der einen kennt, der ein Bett braucht…. Sobald die neuen Betten da sind, können wir die alten abgeben.

Auch die Löwenzahngruppe und Pusteblumengruppe gehen nicht leer aus. Hier wird es neue Rollenspielecken geben. Einiges ist schon angekommen, aber Sie dürfen gespannt sein. Wir haben so schöne Dinge ausgesucht. Es geht also trotz Pandemie so vieles bei uns voran. Frei nach dem Motto: schau, was möglich ist und nicht, was nicht möglich ist.

 

Für unser Jemenprojekt konnten wir bisher (Stand 30.03.) 831€ verbuchen. Alleine über 600€ kamen durch die Verkäufe zusammen und Sie alle haben dazu beigetragen. Das ist ein Ergebnis, das meine kühnsten Erwartungen übertroffen hat und nun werde ich ganz übermütig und rufe das Ziel 1000€ aus. Einen sehr großen Anteil am Erfolg hat Ihr Elternbeirat, der sich mächtig ins Zeug gelegt hat und fleißig Marmelade, Öle hergestellt oder, jetzt neu, Haarbänder genäht hat. Bald wird es noch kleine Schmucksteine aus Beton geben, die zum Verkauf angeboten werden. Ich bin positiv fassungslos über Ihren Zuspruch und Ihren Beitrag für die Kinder im Jemen etwas zu tun. Inzwischen hatte ich Kontakt mit der Welthungerhilfe, die selber nicht im Jemen tätig ist (aufgrund der Kriegssituation dort), aber eine französische Partnerorganisation namens Acted hat, die im Jemen tätig ist. Es gibt drei „Spendentöpfe“: Nothilfe (hier hat die Organisation die Freiheit, das gespendete Geld da einzusetzen, wo es aus ihrer Sicht am dringendsten gebraucht wird, Entwicklungshilfe (für laufende Projekte wie z.B. Brunnenbau, Schulbildung…) und die akute Hilfe (z.B. bei Erdbeben oder wie grade aktuell der Brand im Flüchtlingslager der Rohinja in Bangladesh). Die Kirchengemeinde Neuenhaus bringt sich ebenfalls ein und wird eine Kollekte für unser Projekt machen. Die Gemeinde arbeitet hauptsächlich mit der Diakonie zusammen. Hier warte ich noch auf weitere Informationen. Fakt ist, dass der UN Geld für Ernährungsprojekte fehlt. Auf www.dzi.de kann man sich über Hilfsorganisationen informieren. Dort gibt es einen Kriterienkatalog, mit dem die Spendenfähigkeit der Organisationen festgelegt wird. Es sollen nicht mehr als 10% des Geldes für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden (das ist ein wichtiges Kriterium). Die Welthungerhilfe gibt 2,4% für die Verwaltung und 4,6% für die Öffentlichkeitsarbeit aus, liegt also mit insgesamt 7% weit unter den 10%. Weitere Informationen folgen.

 

Die Gemeinde Neuenhaus muss aufgrund der pandemischen Entwicklung die Aktion „gut behütet“ während der Osterferien absagen, bietet aber ein Onlineangebot an. Hier https://www.youtube.com/watch?v=gl2okhctOrI gibt es alle Informationen dazu. Vielleicht hat der ein oder andere Spaß daran.

 

Termine:

Mittwoch, 31. März        Osterfeier in den Gruppen

Freitag, 16. April             Die Vorschulkinder erleben eine Kirchenführung in Neuenhaus (vormittags)

Buchtipp: Wir retten die Bienen, Igel und Käfer!: Nachhaltige Bastelideen und Tipps für kleine Naturfreunde. 

Naturentdecker aufgepasst! Dieses Buch steckt voller Bastelideen und Lifehacks rund um das Thema Nachhaltigkeit, Bienen, Wald und Natur. Mit kreativen Bastelideen und tollen Challenges wird den Tieren aus Garten und Wald auf spielerische Weise geholfen. Das Wissen, welche Pflanzen Schmetterlingsraupen fressen und was Katzen von Vogelbabys fernhält, wird auf spannende und unterhaltsame Weise vermittelt. Ob Anleitungen für ein Insektenhotel, eine Bienentränke oder Verschönerungen für Blumentöpfe - für jeden Naturliebhaber ist etwas dabei. Ein Samentütchen mit Blumen für eine Bienenrettungswiese zum sofort-loslegen ist dabei! Für Bienenretterinnen und Igelfreunde ab 5 Jahren, empfohlen von der Deutschen Wildtierstiftung.

 978-3772484230                             14,99

Die Stilblüte zum Schluss:

Phil (5) leicht verzweifelt: Alle sind krank, auch die schöne Reinhild.

 

Aussicht auf Mai: Spaziergänge, Gartenarbeit, Einweihung Ute-Strunk-Parcours, Sommerausflug gruppenweise, Brückentag am 14. MaiMitgliederversammlung

 

Mit freundlichen Grüßen              

Ulrike Kreffter 

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